Den Spagat zur Berufsfotografie habe ich hier nicht thematisiert, weil er anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegt. Hier nach dem Warum zu fragen, warum ein Kunde ein Bild haben möchte, wäre müssig. In der Hobbyfotografie und in der künstlerischen Fotografie ist die Fragestellung schon eine andere. Zumal – wie du schon schreibst – die Freude/Leidenschaft/technische Beherrschung per se vorhanden ist (sein sollte). Die Frage nach dem Warum bzw. nach dem Sinn dahinter stellt sich mir in vielen Bereichen meines Lebens. Doch in der Fotografie ganz besonders, zumal es Milliarden Fotos gibt und ich mich frage, warum ich den Fundus noch erweitern sollte. Im Gegensatz zur Malerei glaube ich in der Fotografie nicht, das es noch etwas gibt, was noch nicht auf der Erde fotografiert wurde. Und darin sehe ich das Problem. Das heißt aber nicht, das ich die Freude daran verloren habe. Eher das Gegenteil ist der Fall.
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